Jahresbericht ASV 2018

Vorwort des Obmanns zum ASV-Jahresbericht 2018

Im Fokus
Das neue Jahr hat begonnen und man wünscht sich gegenseitig vor allem Gesundheit. Dass gerade zum Anlass des Jahreswechsels mit Feuerwerken und Knallkörpern Spitzenwerte der Luftverschmutzung und der akustischen Verseuchung erreicht werden, gehört seit langem zur paradoxen Realität, die zu diesen Wünschen in krassem Widerspruch stehen.

Saubere Atemluft ist unser wichtigstes Lebensmittel, ohne das wir nur wenige Minuten überleben können. Würde jemand unser Trinkwasser vergiften, würde das Entsetzen auslösen und man würde alles daran setzen, die Verursacher dingfest zu machen. Wie ist es erklärbar, dass zugelassen wird, die Luft jedes Jahr erneut mit hochgiftigen Feinstäuben, welche wir einatmen müssen, die Felder und Gewässer zu kontaminieren?

Allein in Vorarlberg sind durch Feinstaub jährlich bis zu 300 Tote zu beklagen. Österreich befindet sich im Spitzenfeld der europäischen Luftverschmutzer. Deshalb läuft aktuell auch ein EU-Vertragsverletzungsverfahren gegen unser Land. Knallkörper, die oft durch Kinderarbeit hergestellt werden, verursachen regelmäßig viele Verletzte und sogar Tote und sind Auslöser für unsagbares Tierleid.

Wir vom Vorarlberger Alpenschutzverein werden nicht müde, diesen Missstand aufzuzeigen, bis die Politik endlich geeignete Schritte ergreift, damit die Vorgaben des Luftreinhalte- und Tierschutzgesetzes auch eingehalten werden. Es ist höchste Zeit, den Terror gegen Mensch und Tier zu beenden.

Franz Ströhle
Obmann des Alpenschutzvereins für Vorarlberg

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