Hetzerische Tirade gegen NGOs

Aus Prinzip dagegen!

Unter diesem Titel versucht Redakteur Herbert Motter in der April Ausgabe 2018 in „Thema Vorarlberg“ (ein Blatt der Vorarlberger Wirtschaftskammer) in geballt manipulativer Art den Naturschutzorganisationen und Bürgerinitiativen einen Stempel aufzudrücken, der mit der Realität nicht das Geringste zu tun hat. Die Absicht ist klar. Das verwendete unsympathische Bild des geifernden Wutbürgers mit den geschleckten Haaren soll mit den NGOs bzw. Umweltverbänden assoziiert werden. Im wilden Wechsel von manipulativ untergriffigen Sätzen und durchaus gültigen Aussagen und Zitaten wird als Gesamtes die Ahnungslosigkeit des Autors über die angeführten Projekte und die damit verbundenen Verfahren deutlich.

Die Forderung, volle Parteistellung für die Naturschutzanwaltschaft, erscheint in diesem Pamphlet wie eine Unanständigkeit. Vorarlberg, das einmal Vorreiter im Umweltschutz war, ist als einziges Bundesland, das diese Parteistellung nicht hat, zum österr. Schlusslicht mutiert. Die Kolleg*Innen, mit denen ich zu tun habe, sind allesamt vernünftige Leute, die sachlich und besonnen agieren. Die einzigen Wutbürger im Sinn von Herrn Motter habe ich beim VN Stammtisch im Montafon zum Speicher Schwarzköpfle erlebt und war entsetzt, wie leicht sich Menschen aufhetzen und instrumentalisieren lassen. Dieser Versuch, uns manipulativ als Nörgler, Protestierer und Verhinderer aus Prinzip darzustellen, ist Hetzpropaganda und hat mit verantwortungsvollem Journalismus nichts zu tun.

Dass die Redaktion dieses Blattes nicht einmal die Anständigkeit hatte, die Kritik an diesem Artikel in Form eines Leserbriefes zu veröffentlichen, spricht für sich.

Mag. Franz Ströhle
Obmann des Alpenschutzvereins für Vorarlberg

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