Eigene Ressortzuständigkeit für Raumplanung

Umgang mit Grund und Boden bewegt Vorarlberg

Presseaussendung des Vereins Bodenfreiheit vom 15.10.2019:

Ein Blick auf die Wortmeldungen der vergangenen Monate macht deutlich: der Umgang mit Grund und Boden ist die zentrale Herausforderung für Vorarlberg. Ob leistbares Wohnen, Standorte für die Wirtschaft, Produktion von Lebensmitteln, Schutz von Umwelt und Natur, Klimaschutz oder Freizeit: in der Raumplanung werden zentrale Rahmenbedingungen dafür gesetzt. Auch zwei Bürgerräte zur Zukunft der Landwirtschaft und zum Umgang mit Grund und Boden streichen das heraus: Es ist Aufgabe der Raumplanung die unterschiedlichsten Interessen so gegeneinander abzuwägen, dass sie dem Gesamtwohl der Bevölkerung am besten entsprechen und dabei mit Grund und Boden haushälterisch umzugehen.

Aus der Vergangenheit lernen
1971 entstand die Abteilung Raumplanung. Es war klar, dass diese Aufgaben aus der Wirtschaftsabteilung ausgegliedert werden müssen. Landeshauptmann Wallner kann diesen ersten Schritt nun komplettieren, in dem auch die politische Verantwortung von der Wirtschaft getrennt wird.

Ressort für Raumentwicklung gefordert
Renommierte Architekten, Raumplaner und Bürgermeister der Initiative vau|hoch|drei haben es vor der Wahl in einer eigenen Aussendung betont: Die Raumplanung muss von den Wirtschaftsagenden getrennt werden. In allen Österreichischen Bundesländern, außer Vorarlberg, sind die Ressorts Raumplanung und Wirtschaft in Händen verschiedener Landesräte. Bei unseren Nachbarn in St. Gallen sind die Bereiche ebenfalls getrennt. Ein nachahmenswertes Beispiel zeigt Südtirol vor: Dort sind die Themen Natur, Landschaft und Raumentwicklung unter einem Regierungsmitglied zusammengefasst und werden innovativ vorangetrieben.

Wir fordern sowohl ÖVP als auch Grüne dazu auf, in den Regierungsverhandlungen Mut und Weitblick zu beweisen und für die Raumplanung ein eigenes Ressort in der Regierung zu schaffen.

Gezeichnet:
Verein Bodenfreiheit
Initiative vau|hoch|drei
Naturschutzrat Vorarlberg
Naturschutzbund Vorarlberg
Alpenschutzverein Vorarlberg
Alpenverein Vorarlberg
BIO AUSTRIA Vorarlberg
Rainer Siegele, Bürgermeister
Kurt Bereuter, Bürgerrat Grund und Boden
Initiative Lebensraum Weiler
Initiative Ludesch
Verein Konsumentensolidarität-Jetzt

 

Bildnachweis: Südportal des Pfändertunnels mit Weidachknoten ©Fred Böhringer