Petition zum Schutz der Kanisfluh!

Österreich ist unrühmlicher Europameister im Bodenverbrauch und der Versiegelung von Grünland. Der Bedarf an Kies und Splitt für Bauzwecke fällt dementsprechend groß aus. Nachdem geeignete Abbauplätze rar sind, wird die Suche nach Förderflächen immer akuter. Dabei werden mancherorts sogar Landschaftsjuwele zur Disposition gestellt.

Im Hinteren Bregenzerwald sollen am Fuß der Kanisfluh (2.044 m) bei Schnepfau auf einer Fläche von 6 Hektar über einen Zeitraum von 30 Jahren rund 800.000 Kubikmeter Kies und Felsgestein abgebaut und im Gegenzug mit Aushubmaterial aus anderen Gebieten verfüllt werden.

Die Kanisfluh ist nicht irgendeine topografische Landmarke, sondern das herausragende Wahrzeichen des Bregenzerwaldes. Und ein Wahrzeichen sollte vor zerstörerischen Landschaftseingriffen „bewahrt“ und nicht der Plünderung preisgegeben werden. Behörden und Politik sind dazu aufgefordert, diesen kommerziellen Begehrlichkeiten einen Riegel vorzuschieben und einen Alternativstandort auszuweisen!

Die Bürgerinitiative „Üsa Kanis“ wehrt sich mit der Lancierung einer Petition gegen den geplanten Kiesabbau am Hangfuß der Kanisfluh. Auf der Webseite www.unserekanisfluh.at kann gegen dieses Vorhaben online unterzeichnet werden.

Der Alpenschutzverein für Vorarlberg, die Sektion Vorarlberg des Österreichischen Alpenvereins, der Vorarlberger Naturschutzbund sowie prominente Vertreter der Zivilgesellschaft sagen ebenfalls Nein! zu diesem Naturfrevel und rufen die Öffentlichkeit zur Unterzeichnung dieser Petition auf. Der Verlust an Natur und unversehrter Landschaft war noch nie so groß wie heute. Setzen wir ein Zeichen für die Bewahrung der verbleibenden Naturräume. Wir danken für tatkräftige Unterstützung!