Neues zur Petition Speichersee Schwarzköpfle

Petition sammelte 4.454 Stimmen für das Naturkleinod Schwarzköpfle

Über die Internetplattform „openPetition“ initiierte eine breite Bewegung von Vorarlberger Naturschutzorganisationen, darunter Birdlife, der Naturschutzbund, die Alpenverein Sektion Vorarlberg, die Naturfreunde, die Naturschutzanwaltschaft Vorarlberg und der Alpenschutzverein für Vorarlberg im Februar 2018 eine Petition mit folgendem Titelwortlaut:

Grenzen respektieren! Gegen einen Speichersee beim Schwarzköpfle
Für eine maßvolle Weiterentwicklung des Wintertourismus

Nach Ablauf der 30-tägigen Sammelfrist konnten am 3. April im Landhaus in Bregenz 4.454 Unterschriften an Landeshauptmann Wallner (ÖVP) und die Landesräte Rauch (Grüne) und Rüdisser (ÖVP) übergeben werden.

Stellvertretend für die beteiligten Naturschutzorganisationen stellte ASV Obmann Franz Ströhle gegenüber den Vertretern der Landesregierung noch einmal klar, warum mit diesem Projekt eine Grenze deutlich überschritten würde und eine Petition erforderlich machte. Auch wiederholte er die Aussage der Vorsitzenden des Naturschutzrates, die gegenüber den Vorarlberger Nachrichten von der Überschreitung einer Schamgrenze gesprochen hatte.

Folgende Gründe sprechen gegen eine Realisierung des geplanten Projektes:

  •  die schiere Dimension des Projektes (Geländeabtrag 180.000 m³)
  •  die Lage auf über 2000 m
  •  irreversible Zerstörung einer wertvollen alpinen Hochmoorlandschaft (Sonderstandort)
  •  der Zweck des Projektes (künstliche Beschneiung)
  •  Verstoß gegen das Prinzip der Nachhaltigkeit (Energiefresser)

Auch die besonders schädlichen „Nebenwirkungen“ des Wintertourismus, die kaum untersucht und bewertet werden, wurden angesprochen. Wenn Skifahrer aus Süddeutschland oder der Schweiz mit dem PKW hunderte Kilometer anreisen und am Abend wieder zurückfahren, führt das nicht nur zu erheblichen Verkehrsstaus, dieses Verhalten ergibt auch eine sehr ungünstige Ökobilanz, die in krassem Widerspruch zu den angestrebten Klimazielen steht. Diese Probleme wurden von Landeshauptmann Markus Wallner zwar bestätigt, hätten aber auf das aktuelle laufende Verfahren, das man jetzt abwarten müsse, keinen Einfluss.

Mag. Franz Ströhle
Obmann des Alpenschutzvereins für Vorarlberg