March against Monsanto

Die Warum engagieren wir uns für den March against Monsanto?

Der amerikanische Konzern Monsanto ist für uns das Symbol für die industrielle Landwirtschaft: eine Produktionsform, welche durch den massiven Einsatz von Chemikalien die Umwelt verpestet, den Verlust der biologischen Vielfalt beschleunigt und massiv zur globalen Erwärmung beiträgt.

Sie ist weltweit für die Verdrängung von Millionen von Kleinbauern verantwortlich. Mit der Patentierung von Lebewesen und Saatgut bedroht dieses Modell die Ernährungssouveränität von uns allen.
Kritiker werfen Monsanto vor, mit einer systematischen Verschleierungsstrategie die durch ihre Produkte verursachten Schäden an Mensch und Umwelt zu leugnen und ihre verheerenden Aktivitäten aufrecht zu erhalten. Zu diesen gehört: Lobbying bei den gesetzgebenden Agenturen und Regierungen, Lügen und Korruption, Finanzierung betrügerischer wissenschaftlicher Studien, unter Druck setzen unabhängiger Wissenschaftler, Manipulation von Presseorganen, etc.

Unsere Kritik richtet sich aber auch an andere globale Großkonzerne und ihre Geschäftsführer, die ihren Profit über das Wohl des Menschen stellen und mit ihren teils menschenverachtenden Aktivitäten, vor allem in den ärmeren Regionen dieser unserer Welt, für viel Leid und Chancenlosigkeit verantwortlich sind.

Aber vor allem fordern wir von der Politik der Nationalstaaten und der EU, dass sie ihre Politik neu ausrichten, zum Wohl des Menschen und zur Bewahrung unseres Planeten. Nur ein gemeinsames und entschlossenes Vorgehen kann den in Gang gesetzten Zerstörungsprozess stoppen.

„Gutes Leben für alle“ braucht eine andere Globalisierung.

Die aktuelle gesellschaftliche Entwicklung ist geprägt von Verunsicherung, Angst und Pessimismus. Dies zeigt sich in der Radikalisierung der Gesellschaft und im Erstarken der Populisten mit ihren scheinbar einfachen Problemlösungen. Doch Nationalismus und Egoismus sind kein Zukunftsmodell.

Ein „Gutes Leben für alle“ beschreibt eine Welt, in der das freie Zusammenleben friedlich und solidarisch organisiert wird. Es ist eine Utopie von einem Gemeinwesen, in dem wir unser Miteinander so gestalten, dass ein gelungenes Leben auch mit geringerem Ressourcenverbrauch und nicht auf Kosten anderer möglich wird. Dafür müssen wir Solidarität und Verteilungsgerechtigkeit in unserer Gesellschaft stärken und gemeinsam an einer Zivilisation arbeiten, in der gut Leben nicht Privileg weniger bleibt.

Wir können die Welt nicht von heute auf morgen verändern.. Aber wir können Wissenschaft, Zivilgesellschaft, Gewerkschaften, PionierInnen des Wandels, Politik und Kultur vernetzen und gemeinsam über ein „Gutes Leben für alle“ diskutieren. Mit der Bündelung unser aller Engagement können wir aus einer Utopie Wirklichkeit werden lassen.

Jean Ziegler ist felsenfest überzeugt, dass „der Aufstand des Gewissens“ längst begonnen hat und die Menschen immer mehr erkennen, dass sie bei sich selbst anfangen und aktiv werden müssen. Von der Basis her. Wir sind die Basis.